Von hier nach dort und zurück

Auf dieser Seite werde ich kleine Geschichten veröffentlichen, die ich mir selber ausgedacht habe bzw. die ich als Anträge an meinen Arbeitgeber verfasst habe.  

Lesen Sie auch die Segenswünsche


 

drunter und drüber war ein von mir entwickeltes Spielkonzept. Das Loge von drunter&drüber hat Lisa Regber entwurfen. Das Spiel "Flucht aus Ägypten" wurde von uns entwurfen.

Vielen Dank an alle die an der Gruppe drunter und drüber teilgenommen haben.


 Die Geschichte vom Bett

Für die meisten Menschen ist ein Bett nur zum Schlafen da. Und warum sollte es für mich einen anderen Zweck haben? Also ging ich eines Abends ins Bett um zu schlafen. Gerade als ich mich hingelegt hatte, hörte ich eine kleine zarte Stimme "Aua" sagen. Ich erschrak ein wenig und guckte mich im Zimmer um. Niemand zu sehen und ich dachte mir: "Na so was, jetzt träumst du schon bevor du schläfst."

Aber als ich meine Augen schloß hörte ich wieder die Stimme und diesmal nicht nur kurz. "Ich bin es, dein Bett in dem du schon die schönsten Träume gehabt hast. Ich habe mich eben ein wenig weh getan, als du dich auf mich gelegt hast. Du mußt wissen, das ich schon recht alt bin und mein Holz nicht mehr so frisch ist wie am ersten Tag. Auch die Matratze ist schon ziemlich mitgenommen. Was meinst du, was die Matratze und ich schon alles erlebt haben." Und nachdem ich mich von dem ersten Schrecken erholt hatte, bad ich mein Bett ,mir doch etwas zu erzählen. Und das tat es dann auch.

"Ich bin ein altes Bett und schon fast 76 Jahre alt. In mir lagen schon alte Leute und auch kleine Kinder, Babys und Mütter, Väter und Kinder, Mädchen und Jungen. Und nicht immer bin ich nur als Bett benutzt worden. Auf... und mit mir... wurde gespielt und getobt. Mal hat man mit Decken eine Höhle gebaut, mal musste ich als Trampolin herhalten. In mir haben die Menschen schon ihre schönsten Träume gehabt und auch ihre schlimmsten Alpträume. Ich weiß nicht, wie oft ich schon die schönsten Gute Nacht Lieder gehört habe aber auch so manche Träne in meinem Bettlacken gefallen ist. In mir haben schon Kinder gelacht und geweint. Auf mir lagen die schönsten Decken und Kissen aber auch die neusten und ollsten Kuscheltiere und Teddys. An meinem Bett wurden schon die schönsten Geschichten erzählt und ich habe mir schon manches Geheimnis angehört. Du glaubst ja gar icht, wie viele Kinder zum Beispiel ihren Teddys ihre Geheimnisse anvertrauen. Aber auch Erwachsene habe ich schon gehört wie sie z.B. ihre Gebete zu Gott sprachen und hin und wieder ihre Sorgen ausschütteten.

Ja ,meine Liebe, ich könnte Stundenlang erzählen und ein ganzes Buch schreiben über die vielen kleinen Erlebnisse und Abenteuer, die ich schon erlebt habe.

Und darum bitte ich dich; wenn du ins Bett gehst, danke daran, das ich nicht nur ein Bett bin, sondern auch ein guter Freund sein kann. Wenn du krank bist, wirst du bei mir gesund und wenn du gesund bist, hast du die schönsten Träume, an die du dich aber meistens nicht erinnern wirst. Ich wünsche dir alles gute und eine gute Nacht.

Schlafe gut und werde fröhlich wach.

Dein Bett


 

Die Zeit vergeht.... aber mache Sachen überdauern auch die Jahre. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich das erste mal in Dänemark war. Es war zu der Zeit, als die Ev. Kirchengemeinde Hangelar einen Glockenturm plante und dann hatte ich einen Antrag gestellt:

Betr: Antrag auf Anerkennung einer Dienstreise

 

 

   

Sonnenuntergang Sep. 86

 

Küster auf Erkundung in Dänemark 86

 

 

 Sehr geehrte Damen und Herren Presbyter

 

In vorbezeichnter Angelegenheit habe ich mich mit meinem Motorrad in nordische Gefilde begeben, um dort Ausschau nach einem geeignetem Glockenturm für unsere Gemeinde zu halten.

In Skiveren, am Skagerrak angekommen, hatte der Himmel ein mit Worten nicht zu beschreibendes Farbenspiel, als ob mir nordische Götter sagen wollten: hier geht es nicht mehr weiter, du bist am Ziel deiner Reise. Und so verweilte ich auch dort, um nach einem Glockenturm zu schauen. Nach längerem Suchen habe ich auch einen Glockenturm, keinen großen aber dennoch stabilen, gefunden. Der Glockenturm ist in der Herstellung und Konzeption einfach und ist manuell zu bedienen, was ich an Ort und Stelle ausprobieren konnte. Da im Norden immer ein scharfer Wind weht und der Glockenturm schon seit Jahrzehnten dort steht, muss er also auch ziemlich stabil sein. Auch wenn dieser Glockenturm nicht zu unserem Gemeindezentrum passt, und ich auch sonst keinen geeigneteren Glockenturm finden konnte, beantrage ich, mir diese Reise als Dienstreise zu genehmigen. Als Beweis liegen Fotos (oben) bei und wer will, kann gern in Richtung Norden aufbrechen und sich im Gästebuch der kleinen Kirche am Skagerrag von meiner Eintragung überzeugen. 

Die gesamte Kilometerleistung für Hin- und Rückfahrt beträgt 2164 KM

Mit freundlichen Grüßen und Herzlichem  schmunzeln

HUL -Küster-

Und so sieht es 2013 in Norden von Dänemark immer noch aus:

 

 

   

halbe Stunde nach Sonnenuntergang Norddänemark 2013

 

Glockenturm Dänemark 2013

 

 


 

Die folgende Geschichte ist ein Antrag an das damalige Presbyterium, den Kindergottesdienst wieder regelmäßig  aufzunehmen.

 Antrag zur Vermeidung bzw. Verhinderung des fernbleibens  kleiner Gemeindeglieder vom Gottesdienst oder "Antrag auf regelmäßigen sonntäglichen Kindergottesdienst".

  Sehr geehrte Damen und Herren Presbyter

  Zu meinen Aufgaben als Küster gehört unter anderem auch das Zählen der Gottesdienstbesucher. Da der Gottesdienst in der Regel  nicht so besonders gut besucht ist, habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, nicht die Personen sondern die  Füße zu zählen. Das ergibt eine wesentlich höhere Zahl (leider muss ich dann durch 2 teilen). Nun ist mir in letzter Zeit, öfters schon folgendes passiert:

 

Beim Zählen der Füße staune ich immer über die schönen oder auch weniger schönen Schuhe, Sandalen, Latschen oder Socken.

 

 Und dann, was ist das, so kleine Schuhe: 2, 4, 6, 8 Stück.

„Nanu, haben die aber kleine Füße!“ Ich staune über so viele Zwerge und gucke nach oben. –Das sind ja Kinder-. 

Kinder im Gottesdienst. Na ja, denke ich mir; ob die schon verstehen was der Pfarrer oder die Pfarrerin da sagt?

  Der Gottesdienst beginnt, die Orgel erklingt. Die Musik der Orgel zieht die Kinder noch in ihren Bann. Die meisten Kinder lieben Musik. Nun wird gesungen. Und dann, dann wird aufgestanden. Und nun fängt es an .... die Liturgie. Den meisten Erwachsenen ist sie schon nicht geläufig, den Kindern natürlich auch nicht. Und schon hier wissen viele Kinder nicht mehr weiter, außer das  Mutter oder Vater ihnen dauernd zu verstehen geben, dass sie doch still sein sollen. Dabei wollen sie ja nur fragen, „Was sagst 

Du da“.

Und dann, während des Gottesdienstes, eine Reihe vor mir, ziemlich laut: „Mama ich muss mal“. Verschiedene Kinder sind unruhig, weil sie nicht so lange still  sitzen können, wo es doch für sie so langweilig ist. Verschiedene Leute lachen oder grinsen, andere fühlen sich gestört. Der Pfarrer lässt sich natürlich nicht aus der Ruhe bringen.  Nun könnte der Gottesdienst ja kinderfreundlicher gestaltet werden. Aber immer!!!!????.  Mir ist auf jeden Fall aufgefallen, dass verschiedene Kinder im Gottesdienst sind, die mir ihren Eltern noch nicht allzu oft da waren. Es sind z.B. die Kinder der Aussiedler die jetzt in der Schule wohnen.

Werden sie noch oft kommen? Wird es ihnen nicht zu langweilig? Andere Eltern sind nur noch selten da, weil ja für Ihre Kinder der Gottesdienst nicht Kindgerecht ist. Vielleicht wurden sie wieder öfters kommen, wenn wieder der regelmäßige sonntägliche Kindergottesdienst wäre. Denn – nur einmal im Monat ist das so eine Sache: Es ist bestimmt der Sonntag an dem man nicht kann bzw. an den man nicht denkt. Aber ich könnte mir denken, dass die „Neuen“ und die „Alten“ Kinder zusammen wieder so zahlreich sind, das es sich lohnen würde, erneut einen Versuch zu starten für einen regelmäßigen sonntäglichen Kindergottesdienst.

Daher beantrage ich, den regelmäßigen Kindergottesdienst wieder aufzunehmen. Vielleicht finden sich ja ältere Jugendliche

 für diese Aufgabe.

  Mit den besten Grüßen

Ihr Küster!


 

 Morgen, guten Morgen, Tag, guten Tag

hallo, hey, Sei gegrüßt. Grüß Gott

Ja, grüß Gott, sage ich manchmal wenn

ich in ein Geschäft komme oder jemanden

begegne. Grüß Gott anstatt guten Tag.

Und oftmals wird mein "grüß gott" mit 

einem "wenn du ihn siehst" erwidert.

Und dann sage ich zum Erstaunen meines 

Gegenübers:

Ja, kann ich machen, Ich habe ihn heute

schon gesehen.

Wenn ich erwache ist er schon da.

Ich schaue aus dem Fenster in den Garten

und sehe die Vögel, die Blumen oder aus die

bunten Blätter im Herbst. Manchmal auch 

die Regentropfen oder das noch Dunkle des

Tages. Doch in all dem sehe ich ihn.

Ich sehe in deine Augen und sehe nicht nur

dich, sondern auch ihn.

Manchmal treffe ich auf unangenehme Situationen

oder Menschen die ich nicht mag und doch sehe

ich auch ihn.

Und manchmal sehe ich in die Augen lachender Kinder

und Menschen die ich mag und auch da sehe ich ihn

Er ist überall und deshalb auch weiterhin

Grüß Gott

v.H,U.Lauff

 



 

 

 

►nach oben

Der Bär und die einsame Nacht!

Es war einmal ein kleiner brauner Bär, der war der beste Freund eines kleinen Mädchens, das in einem schönen Haus mit einem Bruder und mit ihren Eltern wohnte. Der Bär war der beste Freund des kleinen Mädchens und darauf war er ganz besonders Stolz, weil er sich  mit den anderen Stoffpuppen nicht so gut verstand. Aber das lag nicht an ihm, sondern an den anderen Puppen. Die glaubten, dass ein Bär auf jeden Fall gefährlich wäre und deshalb hatten sie große Angst vor dem Bär. Da hatte der Bär eine tolle Idee. Er wollte alle zu einer Kennlernparty einladen und wollte ihnen sagen, dass er nicht gefährlich war. Und auch das kleine Mädchen fand die Idee ganz toll und so half sie, die Einladung zu schreiben und sprach mit den Puppen.

Die Puppen hatten natürlich immer noch Angst und so machten sie sich aus, dass, wenn sie gehen sollten, doch alle zusammen gingen, denn zusammen ist man stärker und hat auch nicht so viel Angst. Die Party war ein toller Erfolg. Keiner hatte mehr Angst vor dem Bär und der Bär hatte ganz viele Spielkammeraden auf einen Schlag bekommen und so wurde ihm nie langweilig.

 

 

 

Liebe Gemeindeglieder!

Am 25. März 2009 hatte ich meinen 25zigsten Geburtstag. Ach ja, natürlich heißt das bei einem Haus nicht Geburtstag, sondern Jubiläum. Die wenigsten Häuser feiern Jubiläum. Aber mit mir, eurem Gemeindehaus ist das schon ein bisschen anders. Am 25. März 1984 wurde ich nicht geboren, sondern eingeweiht und habe einen Namen bekommen:" Christuskirche Hangelar". Es war ein aufregender Tag, obwohl die Wochen davor auch schon ganz schön anstrengend waren. Die Handwerker waren gerade aus dem Haus da begann auch schon der Umzug. Viele Sachen mussten vom Melanchthonhaus nach hier transportiert werden. Die Orgel lag im ganzen Kirchraum verteilt und musste wieder zusammengebaut werden. Die ganzen Bücher mussten in die neue Bücherei. Das Gemeindebüro wurde verlegt. Tische, Stühle und sonstiges Inventar wurden transportiert.

Aber alles war rechtzeitig fertig und am 25. März 1984 erklangen um 9.30 Uhr die Posaunen und der Festgottesdienst zu meiner Einweihung konnte vonstatten gehen. Es war einfach schön. Die Presbyter waren sichtbar erleichtert und glücklich mich als gelungenes Bauwerk offiziell in Betrieb zu nehmen.

Es dauerte auch gar nicht lange bis ich „getauft" wurde. Natürlich nicht wie ein Mensch. Aber knapp einem Monat nach meiner Einweihung, hatte ich auch schon das erste Hochwasser im Keller. Wie man sehen kann, habe ich auch dieses und nachfolgende Hochwasser gut überstanden und auch andere „Kinderkranheiten" abgelegt. Ich bin schließlich ein Gemeindehaus mit Kirche. Und ich bin gebaut wurden, weil das Melanchthonhaus, was ja auch heute noch gute Dienste leistet, für die wachsende Gemeindearbeit zu eng wurde.

Während sich in der Anfangszeit ca. 10 Gruppen in der Woche trafen, sind es heute teilweise über 30 Gruppen die sich hier im Gemeindehaus tummeln. Im Melanchthonhaus konnte sich der Kindergarten von einem eingruppigen Halbtagskindergarten zu einer dreigruppigen Tagesstätte entwickeln und hier im Gemeindehaus tat sich das Übrige. Aber das ist nicht mein verdienst, sondern der Verdienst der vielen Menschen die sich hier im Gemeindehaus arrangieren. Denn ich als Gemeindehaus habe natürlich keine Seele. Es sind die Gemeindeglieder und lieben Menschen, die ein Haus wie mir Leben einhauchen. Während einige Gruppen seit nunmehr 25 Jahren hier im Gemeindehaus treffen, existieren andere nicht mehr  und viele neue Gruppen sind dazugekommen. Zu den Gruppen die von anfang an hier sind gehören zum Beispiel der Mittwochstreff der Frauen, der Seniorenkreis oder der Chor. Nicht mehr da sind zum Beispiel der Handarbeitskreis, die Friedensgruppe oder der Töpferkurs. Aber ganz viele neue Gruppen sind dazugekommen. Heute finden im mir vor allem die zahlreichen Gottesdienste statt, auf die ich ganz stolz bin. In meinem schönen Kirchraum ist nicht nur der so wichtige Sonntagsgottesdienst, sondern auch Frühandachten, Kindergarten- und Schulgottesdienste, Kinder- und MINI-Gottesdienste. Aber auch Konzerte mit geistlicher Musik. Ich bin froh, dass sich das damalige „Baupresbyterium" für ein modernes Gemeindehaus mit einem separaten Kirchraum endschieden hat. Das der Kirchraum für große Gottesdienste durch eine Schiebewand erweitert werden kann, hat sich bewährt, wenn es auch ein bisschen problematisch ist, weil der Kirchraum tiefer liegt. Die hinteren Plätze können bei großen Gottesdiensten nicht gut sehen sondern sind mehr auf die Akustik angewiesen. Aber wie heißt es so schön: „Nobody is perfect". Die Gemeinderäume die anfangs noch in Jugend- und Gemeinderäume unterteilt waren, haben sich für das tägliche Gemeindeleben und die Vielfältigkeit der Gruppen bewährt. Die ganze Vielfalt der Gruppen hat hier ihren Platz. Seien es die Bibelgespräche oder das Bibliodrame, die Bücherei oder der Literaturkreis, der Seniorenkreis oder die Frauengesprächsgruppen, der Chor oder die Meditationsgruppe, die Kaminrunde der Männer oder die zahlreichen Eltern-Kind-Gruppen, die Pfadfinder oder die Konfirmandengruppen, der Schüler-Bibeltreff oder die Offene Türe, die Besucher des Gemeindebüros oder die vielen Treffen einzelner Gemeindegruppen. Hier haben alle ihren Platz und ich freue mich, so viele Gruppen zu beherbergen. Natürlich hinterlassen so viele Menschen ihre Spuren. Aber diese Spuren sind es ja gerade die jedem zeigen, dass unsere Gemeinde pulsiert. Und ein Gemeindehaus und eine Kirche in dem etwas geschieh und in dem letztendlich Jesus Christus der Eckstein sein sollte, das ist nicht umsonst gebaut.

So hoffe ich auch weiterhin, dass ich hier im Zentrum von Hangelar, meine Türe für Sie alle aufmachen kann und heißt Sie jederzeit herzlich willkommen.

Euer/Ihr

Gemeindehaus „Christuskirche Hangelar" von Uli Lauff

  ►nach oben

 

 ►n.o.

 

Ein Antrag an das Presbyterium im Jahre 2000 für die Anschaffung einer Halterung zum fachgerechten Befestigen einer Fahne.

Liebe Presbyter/inen

die jüngsten Ereignisse zwingen mich dazu, dass ich ihre kostbare Zeit in Anspruch nehmen muss, sich mit einer Fahne zu beschäftigen. Ich meine damit natürlich nicht die "nachkarnevallistische Fahne" die sich aus dem vermehrten Konsum von Alkohol ergibt.

Auch die weiße Fahne, als Zeichen der Kapitulation, ist nicht gemeint, obwohl ich bei manchen Gruppen die wir hier im Haus beherbergen, doch geneigt bin die weiße Fahne zu hissen. Die grüne Fahne, dass ist die Fahne des Propheten im Islam, ist auch nicht gemeint. Nun - wie sie sicherlich schon richtig vermuten, handelt es sich vielmehr um die Kirchenfahne oder Flagge, dass Banner, die Wimpel die mit unserer Kirche zu tun haben.

Der Anlass meines Antrages ist mit wenigen Worten erklärt.

Als ich am Samstag, den 11. März das Gemeindehaus betrat, fiel mir auf den ersten Blick nichts außergewöhnliches auf. Doch als mein geschultes Küsterauge den Glockenturm in Augenschein nahm, musste ich sehen, - ich konnte es kaum glauben- das die Jahr 2000 Fahne weit mehr als auf "halb sieben" hing. Sogleich holte ich den Schlüssel um die Türe zum Glockenturm zu öffnen. Ein kurzer Blick auf die Uhr: 9.23 Uhr. Ich hatte also noch Zeit vor dem Mittagsläuten auf den Turm zu klettern. Und so hatte ich, mit meinem Werkzeugkasten ausgerüstet, den Aufstieg zum Glockenturm durchgeführt. Oben angekommen habe ich die Halterung der Fahne überprüft und musste feststellen, dass sich die Seile der Fahne durch das Reiben am Klinkerwerk des Turmes fast aufgerieben haben. Die Fahne hing nur noch an einem dünnen Zwirnfaden.

Da ich sofort die Gefahr erkannte, dass die Fahne herunterfallen könnte und wohlmöglich einen hohen gemeindlichen Würdenträger in sich einwickelt; der nichts ahnend, wie ihm geschehen, plötzlich und unfreiwillig Reklame durch den Ort trägt, obwohl er dies nicht geplant und diskutiert hatte. Aus diesem Grund hatte ich mir betrübter Mine die Fahne eingeholt. Und weil die Fahne ja außen sichtbar sein sollte, beantrage ich einen Fahnenträger.

Damit meine ich nicht die Anstellung eines Fähnrichs, der im ursprünglichem Sinne als Fahnenträger diente. Nein: ein Fähnrich wäre ja ein Offiziersanwärter im Range eines Feldwebels. Nein, dies meine ich nicht. Eine Alternative zum Fähnrich wäre die Anschaffung eines Mastens, was ja auch viel kostengünstiger ist.

Mit einem Mast meine ich natürlich nicht die Mast aus dem landwirtschaftlichen Bereich, obwohl auch unsere Gemeinde vielleicht ein wenig Dünger vertragen könnte. Auch einen Mast wie z.B. auf einem Segelschiff, das die Hauptstütze der Takelage, meine ich nicht. Obwohl es ja in dem bekannten Kirchenlied ( Lied 604 unseres Gesangbuches) heißt: "ein Schiff das sich Gemeinde nennt..."

Ich meine natürlich die Anschaffung eines Fahnenmastes zum Hissen der oben erwähnten Kirchenfahnen.

An einem Fahnenmast könnte die Jahr 2000 Fahne das ganze Jahr hängen, ohne das sie sich am Stein des Glockenturms abreibt. Und auch andere Fahnen könnten dort gehisst werden. Unsere Kirchenfahne zur Konfirmation oder zu  Pfingsten. Auch könnte man überlegen ob man nicht Flagge zeigen sollte. Zum Beispiel:

Eine violett, grüne Flagge mit Falken in der Mitte zum Zeichen der Anwesenheit des Pfarrers oder eine rot, blaue Flagge mit Sportschuhen und Glocke in der Mitte zum Zeichen der Anwesenheit des Küsters oder eine weiß, schwarze Flagge mit einem Füller in der Mitte zum Zeichen der Öffnungszeit des Büros oder eine mit Kaugummis besetzt Flagge zum Zeichen der  Öffnungszeit der OT und und ......

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

In diesem Sinne hoffe ich auf Genehmigung meines Antrages und verbleibe

mit küsterlichem Gruß

 

 

Eiszuschuss

Antrag auf Eiszuschuss

-Ein Antrag an das Presbyterium an einem heißen Sommertag-

Sehr geehrte...

....nicht nur, wenn es in unserer Gemeinde einmal eisig zugeht, weil man z.B. verschiedener Meinung ist oder wenn es mir eiskalt den Rücken runterläuft, wenn ich mir den Zustand der nicht aufgeräumten Räume ansehe; beantrage ich einen Eiszuschuss.

Als Begründung für meinen Antrag, möchte ich Ihnen ein kleines Beispiel aus dem Monat Juli geben:

Es war der 25. Juli; oder war es der 26.? Ich schloss die Türe zum Foyer auf, machte sie auf, traten einen Schritt vor und da passierte es:

Es war 7.15 Uhr; Hitze flimmerte mir entgegen.

Ich sah einen Eisbären ( oder war es doch eine Fatamorgana?). Schweiß schoss mir aus den Poren. Ich war nass geschwitzt. Eigentlich wollte ich schon wieder nach Hause gehen, denn geschwitzt hatte ich nun schon genug.

Dann aber sagte ich mir, das der Eintritt in den Thermen in Bonn auch nicht umsonst ist... Ich denke mir, da ein Eis an heißen Tagen, die Arbeitslust und Motivation enorm steigern könnte, was zu einem ausgeglichenen Küster führten könnte, was wiederum ausgleichend und ansteckend auf alle Mitarbeiter sein könnte, diese wiederum dadurch, im Gespräch mit Gemeindegliedern (in ihrem Arbeitsbereich), viel lockerer und freundlicher sind, die Gemeindeglieder ihrerseits womöglich viel Spendenfreudiger sind. Diese Spenden wiederum mehr sein könnten, als der Eiszuschlag für den Küster, was wiederum dazu führen könnte, das die Presbyter sich freuen und dem Küster gerne einen Eiszuschlag genehmigen.

 

Der Eimer

Ein Eimer ist kaputt. Was nun! Ich denke mir "Naja, so toll war dieser Eimer ja nun auch nicht. Er war viel zu unpraktisch. Er war kantig und außerdem war der Griff nicht gut. Aber nun ist es so, dass ein neuer Eimer her muss".

Und nun muss ich mir Gedanken machen, was der richtige Eimer wäre. Manch einer würde sagen "Eimer ist Eimer" oder so ähnlich. Aber es gibt doch ganz verschiedene Eimer. Es gibt runde oder eckige, kleine oder große, dünne oder dicke, welche aus Kunststoff und welche aus Metall oder Holz. Es gibt weiße oder schwarze oder bunte. Es gibt schwere oder leichte Eimer.

Also, so einfach ist das wohl doch nicht mit dem Eimer. Ich bräuchte einen, in den genug rein passt aber auch nicht zu viel, weil er sonst zu schwer wird; der einen stabilen Griff hat der sich nicht so in die Hand einschneidet, wenn er sehr voll ist. Am besten wäre eine Eimer, der, je länger man in trägt, immer leichter wird. Aber das sind meistens die Eimer, die ein Loch haben. Vielleicht sollte der Eimer auch ein Gesicht haben, was immer lacht. Das hätte dann den Vorteil, dass mich der Eimer immer anlachten würde und mir dann die Arbeit vielleicht noch mehr Spaß macht. Oder ob er mich dann auslacht? Ein neuer Eimer: das ist doch eine schwere Entscheidung. Ob ich wohl meinen Arbeitgeber fragen soll. Der kann doch gut Entscheidungen treffen. Andererseits muss doch ich mit dem Eimer arbeiten. "Nein", einen Eimer kaufe ich mir selber. Es soll ein schöner Eimer sein. Am Besten nehme ich mir Zeit um in verschiedenen Geschäften, verschiedene Eimer zu vergleichen und die Preise auszumachen, denn ein guter Eimer ist sicher auch teuer.

Lieber Chef, wenn ich also mal nicht anzutreffen bin, bin ich bestimmt unterwegs um einen Eimer zu kaufen.

HULauff

 

 ►nach oben

Naturschutzgebiet

Ein Antrag im März 1990 an das Presbyterium

Am Anfang des Monats März war der Regenwurm Willibald im Begriff, den Fußgängerweg zwischen Christuskirche und Einkaufszentrum zui überqueren. Auf halber Strecke war Willibald allerdings schon zu 1/4 vertrocknet, da die Außentemperaturen zu hoch waren.

In einer einmaligen, noch nie dagewesenen Hilfs- und Rettungsaktion ist es mir gelungen, Willibald zu bergen und zu dem kircheneigenen Komposter zu bringen, wo er dann ausgesetzt wurde. Nach sichtbaren Augenblicken der Erschöpfung dauerte es nur wenige Momente und willibald ging es wieder besser. Sogleich tauchte er unter und wieder auf und wieder unter ( nach Dagobert Duck manier) und fand auch wenige Augenblicke später einen Artgenossen, der ihm berichtete, wie gut es sich im Kompost leben lässt.

Nach einer sofort eingeleiteten Umfrage des Institutes "Wurminfas" ist mir nunmehr von Willibald aufgetragen wurden, den Komposthaufen zum Naturschutzgebiet zu erklären. Und somit beantrage ich hiermit, das besagte Naturschutzgebiet zu genehmigen und weitere Maßnahmen einzuleiten. Wie z. B.

  • Gelder aus Landesmitteln zu beantragen, damit das Gebiet erhalten bleibt

  • Abgrenzung oder Aufstellung von Schildern, die das Gebiet als Naturschutzgebiet ausweisen.

Ich hoffe auf Genehmigung und  verbleibe

Ihr Küster

 

 ►nach oben

 

Betr: 30%

-Ein Antrag vom Juni 2001-

.....

in vorbezeichneter Angelegenheit haben Sie sicherlich schon von den 30% gehört. Zu ihrer Information teile ich Ihnen noch einige Einzelheiten mit:

  • 30% mehr Müll in den vergangenen Monaten

  • 30% mehr Graswachstum anhand der Witterung

  • 30% mehr Arbeit in den vergangenen Jahren

  • 30% höhere Benzinpreise

  • 30% mehr Kaffee und Teeverbrauch im Gemeindezentrum

  • 30% gestresste Mitarbeiter im Team ( o.G.)

  • 30% mehr Besuche am Gottesdienst als im vergangenen Jahr u.a.

Diese Liste könnte ich natürlich noch fortsetzen. In diesem Zusammenhang haben Sie sicherlich von der 30%igen Gehaltsforderung der Gewerkschaft Cockpit gehört. Cockpit setzt sich hauptsächlich für das fliegende Personal ein.

Nachdem mir Herr Falk im letzten Jahr das Buch "Ein Engel mit Bodenhaftung" von Klaus Müller erschienen im Claudius-Verlag, geschenkt hat, bin ich überzeugt: Ich gehöre auch zum fliegenden Personal. Denn nicht nur "Engel" sondern auch ich habe ja irgendwie mit fliegen zu tun. So fliege ich manchmal vom Gemeindehaus zum Melanchthonhaus. Ich bemühe mich nicht die Leiter runter zu fliegen, wenn ich die Lieder stecke. Ich warne vor den vorstehenden Platten am Gemeindeplatz damit kein Gemeindeglied hinfliegt. Ich beseitige an den Fenstern den Fliegendreck. Im Herbst fliegen die Blätter umher und ich versuche sie einzufangen. Wenn ich zu viel Arbeite bekomme ich so eine fliegende Hitze. Die Flieger von Flugzeugen sind ja die Piloten und ich möchte der Gemeinde mein Pilotprojekt "Internet" vorstellen. Als Küster bin ich ähnlich wie die Piloten dafür verantwortlich, das es den Menschen, die sich mir anvertrauen gut geht. Sei es beim fliegen im Flugzeug oder im Gottesdienst in der Kirche, in den Gruppen oder überhaupt in unseren Gebäuden. Ach könnte ich doch ein "Schutzengel" sein !!!!!

Liebes Presbyterium bitte teilen sie mir doch mit, welche Aussichten ich auf eine 30%ige Gehaltserhöhung habe, wenn ich der Gewerkschaft Cockpit beitrete.

MfG

Ihr Küster

 

Die Kiga-Erweiterung

Ein Antrag des Küsters anlässlich der KIGA-Erweiterung 97

An das Presbyterium

Betr. Dritte Kindergartengruppe, Antrag auf Anschaffung von verschiedenen Sachen.

 

Soll ich lachen oder weinen oder soll es sich nur reimen?

Die Erzieher freun' sich sehr, haben sie doch bald noch mehr.

Kinder, Arbeit oder Freude, manchmal sind sie es auch leide.

Doch "Hurra", die Dritte KigaGruppe ist bald da.

Und freuen sich die Kinder sehr, auch ein Putzeimer muss her.

Will man einen Kindergarten nutzen, muss auch einer putzen.

Denn: Stinken die Toiletten sehr, kommen bald die Kids nicht mehr.

Kleben, falten, basteln find ich toll: wohin ich wohl mit dem Papier hin soll.

Toben, spielen, lärmen und ruck zuck, geht auch mal etwas kaputt.

Ist der Hausmeister auch fern, kommt er doch manchmal auch gern.

In diesem Sinne beantrage ich im Hinblick auf die dritte Kindergartengruppe folgendes:

  1. Die Anschaffung geeigneter Putzgeräte und - mittel für die untere Etage des Melanchthonhauses,

  2. Die Anschaffung einer weiteren grauen und einer grünen Mülltonne, da die vorhandenen Mülltonnen bereits jetzt kaum rechen.

  3. Die Berücksichtigung, dass für eventuelle Reparaturen, Renovierung u.a. mehr Mittel zu Verfügung gestellt werden.

Mit freundlichem Gruß

HULauff

 


 

 

Bartträger

Ein Antrag auf  Genehmigung zum Tragen eines Bartes ( vom November 1986)

Sehr geehrte Damen und Herren Presbyter/Innen!

 

In vorbezeichneter Angelegenheit ist mir seitens eines Presbyters nahegelegt worden, einen Antrag zu stellen. Somit beantrage ich: mir die Genehmigung zum Tragen eines Bartes zu erteilen.

Begründung:

  1. Um in der kalten Winterzeit einen minimalen Schutz vor Kälte im Bereich um den Mund zu haben, ist es dringend erforderlich einen Bart zu tragen, da der Schal ja nur Schutz im Halsbereich bietet.

  2. Schon im alten Ägypten war nur der einfache Mann bartlos, während Adlige und Könige Bärte trugen. Da Adlige und Könige viel Macht hatten und als Respektspersonen anerkannt waren, muss auch ich einen Bart haben, um mich z.B. im Jugendbereich besser durchsetzen zu können in der Hoffnung, nicht gestürzt zu werden; oder gar eine Revolotion auszulösen.

  3. Da im Kosmetikbereich die Teuerung auch im Bereich der Haarpflege und vor allem der Rasiermittel angestiegen sit, bin ich nicht mehr bereit, mich ganz zu rasieren, da ich ja einen Teil der Verteuerung wieder einsparen muß. Es sei denn, dass Presbyterium würde mir einen Rasierkostenzuschuß bewilligen.

  4. Nikolauszeit gleich Bartzeit ( oder haben Sie schon einen Weihnachtsmann ohne Bart gesehen?)

  5. Um an einem alt gallieschen Tanz teilnehmen zu können, ist es dringend erforderlich einen Bart zu haben.

  6. (Siehe Asterix der Gallier) .....Los! Einen Schrit nach rechts, einen Schrit nach Links, Die einen vor, die anderen zurück. Begrüßung! Gebt euch die Hand! Zieht euch am Schnurrbart....AM Schnurrbart)

Ich hoffe, dass ich Sie hiermit überzeugen konnte und Sie kein Haar mehr in der Suppe oder gar im Wein finden.

Es grüßt Sie mit einem Haar auf den Zähnen ihr treuergebender Küst er?

 

 

Der Hund Namens Rumbreiber:

Hallo mein Name ist Rumtreiber, weil ich mich immer in der Weltgeschichte herumtreibe. Dabei bin ich doch nur neugierig. Ich könnte als auch Neugierig heißen. Und Soo sehe ich aus....

Das hättest du wohl nicht gedacht, das ich so ein schöner Hund bin. Ja und ich bin ein kleiner Rumtreiber. Gestern bin ich durch einen kleinen Ort in der Nähe von Bonngekommen. Hangelar hieß der Ort. Zuerst war es ganz leise und ich konnte gemütlich spatzierengehen. Doch dann passierte es: 

Nein, nicht was du dankst, nicht die Flugzeuge vom Hangelarer Flugplatz, sondern es waren laute Spielgeräuche von Kindern. Ja. Einer rief immer Ulrike und ein anders Kind rief manchmal Martin. Ich glaube die Ulrike ist auch ein kleine Rumtreiberin. Kann das sein? Sie wird sicher einmal der Schrecken der Nachbarschaft und das mit Recht. Und nun fährt die Ulrike auch noch mit einem Fahrrad durch die Gegend. Da kann ich nur sagen: Leute holt die Hunde rein. Wie die fährt, ja, schon so wild, dass ein normal kleiner Straßenbekakker gar nicht schnell genug kacken kann und schon ist Ulrike mit dem Fahrrad da und klingeld so doll, dass sich mancher Hund in die Hose macht. Und der Martin guckt zu und lacht sich dann natürlich schief und schabbelig. Und so mancher dumme Hund würde dannn so gucken wie ich jetzt. Also ganz erstaunt, weil er gar nicht weiß, wie ihm geschieht. Aber ich habe mich natürlich umgehört und deshalb  weiß ich , dass es gar nicht so schlimm wird, weil die beiden auch ein bischen Angst vor Hunden haben und das ist gut so. Denn es gibt nicht nur liebe Hunde wie mich. So... ich muß nun weiter. Katzen jagen. 

Ja, ich bin auch ein Halodri

 ►nach oben

 

Uli(at)Familie-Lauff.de